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Hugh Fearnley Whittingstall: Täglich vegetarisch

Ich liebe Obst und vor allem Gemüse und deswegen bin ich immer auf der Suche nach neuen Rezepten oder Ideen für Kombinationen  mit anderen Nahrungsmitteln. Ich bin zwar kein Vegetarier, aber ich kann schon mal den einen oder anderen Tag ohne Fleisch auskommen.

 

 

 

Der Autor des Kochbuchs „Täglich vegetarisch “ schreibt selbst, dass er mit diesem Buch verführen möchte und zwar dazu, dass mehr Gemüse gegessen wird. Durch die über 200  Gerichte macht er es dem Leser nicht leicht, denn alle Gerichte sehen lecker aus und wenn sie auch noch einfach herzustellen sind, was will man mehr.

Die vielen ansprechenden farbigen Bilder lassen einen schon Hunger bekommen und es ist bestimmt für jeden Geschmack etwas dabei. So gibt es Salate, Suppen, Dips, Tartes, Küchlein, Gemüse als Rohkost oder gegart auf die eine oder andere Weise.

Schon beim ersten Durchblättern bin ich auf Seite 40 hängengeblieben, denn dort steht das Rezept für Kürbis mit Lauchfüllung. Also beide Gemüse allein esse ich schon besonders gern, aber auf die Kombination wäre ich so direkt nicht gekommen.  Ich habe Hokkaido-Kürbisse genommen und man sollte am besten gleichgroße nehmen, wegen der Garzeit, denn sonst passiert es, dass man zwar einen warmen, aber doch noch etwas hartes Kürbisfleisch im Innern vorfindet. Als Käse habe ich Parmesan genommen. Einfach nur lecker!

Als nächstes habe ich den Kartoffelsalat „Tartare“ von Seite 79 zubereitet. Was soll ich sagen, es muss nicht immer die dicke Mayonnaise sein, sondern Olivenöl und Kartoffeln ist eine tolle Variante und man spart bestimmt reichlich an Kalorien.

Auf Seite 52 steht das Rezept für  „Kartoffel-Steckrüben-Küchlein“. Steckrüben und Kartoffeln habe ich sonst immer als Suppe serviert, aber dies Rezept ist mal was ganz anderes. Nur den Blätterteig habe ich fertig gekauft, was aber sicherlich dem Rezept nicht geschadet hat.

Für mich gibt es in diesem Kochbuch noch vieles an Rezepten, die ich unbedingt ausprobieren möchte und ich kann es nur jedem empfehlen, der aus Gemüse mal ein ganzes Gericht zaubern möchte und ich kann nur bestätigen, schwierig zuzubereiten sind diese Rezepte nicht, alles was ich bis jetzt ausprobiert habe, war schmackhaft, sättigend und sehr lecker.

Fazit: Man muss nicht Vegetarierer sein um in diesem Kochbuch leckere Rezepte zu finden!

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Kuchenwunder

Im GU-Verlag ist jetzt ein Buch erschienen, das wirklich den passenden Titel trägt, denn die Rezepte, die man hier drin findet sind nicht alltäglich.

Besonders die ungewöhnlichen Zutaten bzw. Kombinationen von Zutaten sind bemerkens- wert und das Backergebnis erst!

Etwas zögerlich war ich erst und auch etwas unentschlossen, aber es hat mir doch in den Fingern gekribbelt etwas Neues auszuprobieren.

Lange Rede, kurzer Sinn ich habe drei Rezepte aus diesem Buch ausprobiert und zwar diese:

Kürbis-Cheesecake auf Seite 59.  Diesen Kuchen muss man sich im wahrsten Sinne des Wortes erarbeiten. Denn der Hokkaidokürbis strahlt einen zwar mit seiner schönen orangen Farbe an, aber er lässt sich ungern teilen. Ein kleines Küchenbeil hat mir dann geholfen, den wehrigen Hokkaido zu teilen. Hat man erst einmal zwei Hälften, geht das Zerteilen dann etwas besser, aber etwas Kraft braucht man schon. Nachdem Entkernen und Säubern hatten meine Hände eine schöne orange Färbung angenommen, die nach mehrmaligem Waschen, aber wieder verschwand.

Die Zubereitung des Kuchens gelang dann weiter sehr gut und trotz erster Bedenken auch bezüglich des Ingwers schmeckt dieser Kuchen echt lecker.

Der nächste Kuchen steht auf Seite 33 und heißt „Macadamia-Ingwer-Kuchen. Da ich eine ganze Ingwerwurzel gekauft hatte, bot sich dieser Kuchen an, denn es wird wieder mit frischem Ingwer gearbeitet.  Außerdem ist er schnell zubereitet und – falls etwas übrig bleiben sollte – ist bei uns nie der Fall – hält er auch sicher einige Tage in Alupapier eingepackt. Hier trifft Schärfe auf Süße und es passt wirklich perfekt zusammen und schmeckt köstlich.

Auf Seite 19 findet man das „Apfel-Zucchini-Brot“. Da ja bald wieder Weihnachten ist, war dies schon einmal ein Probelauf für ein Gebäck, das man unbedingt ausprobieren sollte. Es schmeckt auch, wenn es lauwarm ist und sättigt gut, denn es ist durch die vielen guten Zutaten sehr gehaltvoll. In der Farbe erinnert es ein wenig an Schwarzbrot.  Echt lecker.

Ich muss sagen meine anfängliche Skepsis ist verflogen und mich haben die „Kuchenwunder“ überzeugt.  Man kann durchaus mal etwas von der Norm abschweifen und nicht alltägliche Zutaten miteinander mischen. Es entstehen durchaus interessante und nicht zuletzt wirklich schmackhafte Kuchen, wenn man sich traut diese Rezepte auszuprobieren! 

Fazit: Interessante Lebensmittelkompositionen, die dann zu einem leckeren Backwerk verschmelzen

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Marian Keyes: Glück ist backbar

 

Marian Keyes kennen wahrscheinlich einige als Bestsellerautorin  von „Wassermelone“ uvm. Doch auch bekannte Schriftstellerinnen sind nicht davor gefeit in ein seelisches Loch zu fallen und an Depression zu erkranken.

Im Vorwort zu „Glück ist backbar“ schreibt Frau Keyes, dass dieses Buch eine Art Therapie für sie selbst gewesen ist, denn  viele Versuche aus der Depression herauszukommen sind fehlgeschlagen. Durch die Idee für eine Freundin einen Geburtstagskuchen zu backen, hat sie gemerkt wie viel Spaß es ihr bereitet, dies zu tun und so  hat sie im Laufe der Zeit viele Rezepte ausprobiert, umgewandelt und zu ihren eigenen Kreationen werden lassen; so ist daraus dieses Buch entstanden. 

Man merkt gleich, dass die Verfasserin dieses Backbuchs eigentlich Romane schreibt, denn sie hat – wie bereits erwähnt – sehr offen im Vorwort über ihre Krankheit erzählt. Eine Vielzahl der Rezepte sind mit  kleinen Notizen oder Randerläuterungen versehen, man erfährt z.B.  wie das Rezept oder der Kuchen zustande gekommen sind.

 Dieses Buch sollte man also – so wie ich es getan habe – erst einmal nur lesen und dabei sich der Qual der Wahl stellen, welches der zum Teil ausgefallenen Kuchen man als erstes backt.

Ich habe lange überlegt, denn es hörte sich manches echt exotisch an wie z.B. auf Seite 83 Lavendel-Käsekuchen, auf Seite 184 Rote-Beete-Kuchen oder auch auf Seite 218 Schokoladenkuchen mit Balsamico und schwarzem Pfeffer um nur einige zu nennen.

Da die Auswahl so groß ist und ich einen Geburtstagskuchen zu backen hatte, bin ich auf Seite 100 auf den Geburtstagskuchen „Rita Annes Cola Geburtstagskuchen“ gestoßen. Die Autorin hat ihn extra für ihre kleine Schwester gebacken, die ganz begeistert gewesen sein soll. Und ich kann der Schwester nur beistimmen, denn dieser Kuchen ist eine Wucht. So eigenwillig wie die Zutaten sich anhören wie z.B. Cola und Buttermilch (beides zusammengeschüttet und verrührt sieht echt nicht besonders lecker aus!) und dann noch Marshmallows (ich habe nur bunte bekommen und dabei waren auch noch grüne, so dass die nach dem Schmelzen im Kuchen, dann besonders merkwürdig aussahen und dem Kuchen einen stellenweise grünlichen Touch gaben), doch so wie von Zauberhand verwandelten sich diese Zutaten zu einem  unglaublich lecken Kuchen. Er war  locker und sehr saftig und im Nu verputzt und  niemand hat sich durch die grünen Farbtupfer abschrecken lassen.

 Nach dem tollen Erlebnis habe ich mich an „Himselfs Millionaire’s Shortbread“ gewagt und auch dieses Rezept ist mir gut gelungen Auch diesmal waren die Zutaten für mich etwas Neues, denn mit gesüßter Kondensmilch, Goldsirup und Butter hatte ich bisher noch nie einen Kuchen gebacken, geschweige denn ein Karamell entstehen lassen. Doch wer sich genau ans Rezept hält und die Anweisungen und Anregungen befolgt, kann bald eine aus drei verschiedenen Schichten bestehende kleine Köstlichkeit genießen.

Ich kann nur sagen, vielen Dank Marian Keyes für dieses außergewöhnliche Rezeptbuch und bitte backen Sie weiter und kreieren weiter so besondere Leckereien.

Leseprobe: Glück ist backbar

 

 

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