Felicitas Then: Die Foodtruckerin

ISBN: 9783772474712
160 Seiten
Hardcover

Busse-Seewald

 

 

 

 

Die Autorin ist sicherlich vielen Fernsehzuschauern bekannt, denn sie war 2013 die Gewinnerin der TV-Koch-Show „The Taste“. Passend zum Buch „Die Foodtruckerin“ gibt es im TV auf WELT die passende Fernsehserie dazu. Dort kann man Felicitas Then dann nebst ihrer mobilen Küche auf ihren Reisen zu den Lebensmittelproduzenten begleiten, wo sie dann Interwiews führt und natürlich auch leckere Rezepte vorstellt.

In einem Vorwort erzählt sie über die Entstehung des Buches und wie es zu dem Projekt „Die Foodtruckerin“ überhaupt gekommen ist.

Einmal durch Deutschland ist sie gereist und hat Landwirte, Fischer, Züchter und Köche besucht, immer auf der Suche nach den besten Zutaten/Lebensmitteln. Dabei lässt Sie sich auch immer zu neuen Rezepten inspirieren, von denen hier im Buch einige zu finden sind:

Neben den kleinen Reportagen mit passenden Rezeptvorschlägen findet man  gleich zu Anfang auf Seite 13  das Rezept für „das perfekte Steak“. Meine bessere Hälfte bekam ein Leuchten in den Augen als er in der Zutatenliste über ein  T-Bone-Steak von ca. 5 cm (!) las und beim Blick auf das Foto des fertigen Steaks, lief ihm das Wasser im Mund zusammen…

Auf ihren Reisen packt die Autorin  überall mit an, ob es nun beim Wurstmachen, auf der Jagd nebst Wüstenbussard, beim Fischen, beim Bierbrauen oder bei der Käseherstellung ist.

Besonders interessant fand ich auch den Artikel auf Seite 56, wo sich alles um „Fisch“ dreht und sie einen Fischer auf Rügen besucht hat sowie einen Bio-Garnelenzüchter trifft und Einblick in die Störzucht nebst Kaviarproduktion bekommt. Dort wird alles verarbeitet, d.h. der Fisch selbst wird mit vermarket und nicht nur wie sonst üblich bei der Kaviarproduktion, der Fisch selbst entsorgt, wenn er „abgeernet“ ist.

Besonders das Rezept für türkische Ofenkartoffeln mit Couscous-Salat hat es mir angetan, genau wie auf Seite 80 die Zubereitung von Kräuterkäsespätzle.

Aber nicht nur die deftige Küche wird hier besprochen, sondern auch Kaffee und Kuchen einige Seiten gewidmet.

Den Pflaumen-Pie von Seite 150  werde ich im Herbst sicher mal ausprobieren.

Zum Schluss noch ein Abstecher zu einem Kaffeeröster und ein Blick in die Arbeitsstätte der fleißigen Bienen, deren Honig das Topping für die Bienenstich-Windbeutel-Pyramide von Seite 158 ist.

Alles in Allem hat mir dieses reichlich bebilderte Buch mit der Kombination aus Reportage und Rezepten gut gefallen. Ich habe das Glück im näheren Umkreis mehrere Hofläden zum Einkaufen zu haben und auch einen guten Schlachter. Besonders auf die Höfe, wo man Kartoffeln, Obst  und Gemüse wie z.B. Spargel direkt vom Erzeuger kaufen kann, gehe ich regelmäßig einkaufen, kann daher auch das Credo der Autorin bezüglich „Nachhaltigkeit“ gut nachempfinden.

Da ich dieses Buch aber auch als Rezeptbuch zum „Nacharbeiten“ verstehe, möchte ich hier anmerken, dass man durch den grauen Hintergrund und die relativ kleine Schrift der Rezeptanleitungen etwas Mühe hat den Text zu lesen. Denn einfach mal kurz ins Rezept schauen gelingt hier nicht so gut, da wäre sicherlich ein weißer/heller Hintergrund geeigneter gewesen.

Fazit: Lesenswerte Ergänzung zur TV-Reihe mit reichlich Rezepten, die zum Nacharbeiten inspirieren

 

 

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