Marian Keyes: Glück ist backbar

 

Marian Keyes kennen wahrscheinlich einige als Bestsellerautorin  von „Wassermelone“ uvm. Doch auch bekannte Schriftstellerinnen sind nicht davor gefeit in ein seelisches Loch zu fallen und an Depression zu erkranken.

Im Vorwort zu „Glück ist backbar“ schreibt Frau Keyes, dass dieses Buch eine Art Therapie für sie selbst gewesen ist, denn  viele Versuche aus der Depression herauszukommen sind fehlgeschlagen. Durch die Idee für eine Freundin einen Geburtstagskuchen zu backen, hat sie gemerkt wie viel Spaß es ihr bereitet, dies zu tun und so  hat sie im Laufe der Zeit viele Rezepte ausprobiert, umgewandelt und zu ihren eigenen Kreationen werden lassen; so ist daraus dieses Buch entstanden. 

Man merkt gleich, dass die Verfasserin dieses Backbuchs eigentlich Romane schreibt, denn sie hat – wie bereits erwähnt – sehr offen im Vorwort über ihre Krankheit erzählt. Eine Vielzahl der Rezepte sind mit  kleinen Notizen oder Randerläuterungen versehen, man erfährt z.B.  wie das Rezept oder der Kuchen zustande gekommen sind.

 Dieses Buch sollte man also – so wie ich es getan habe – erst einmal nur lesen und dabei sich der Qual der Wahl stellen, welches der zum Teil ausgefallenen Kuchen man als erstes backt.

Ich habe lange überlegt, denn es hörte sich manches echt exotisch an wie z.B. auf Seite 83 Lavendel-Käsekuchen, auf Seite 184 Rote-Beete-Kuchen oder auch auf Seite 218 Schokoladenkuchen mit Balsamico und schwarzem Pfeffer um nur einige zu nennen.

Da die Auswahl so groß ist und ich einen Geburtstagskuchen zu backen hatte, bin ich auf Seite 100 auf den Geburtstagskuchen „Rita Annes Cola Geburtstagskuchen“ gestoßen. Die Autorin hat ihn extra für ihre kleine Schwester gebacken, die ganz begeistert gewesen sein soll. Und ich kann der Schwester nur beistimmen, denn dieser Kuchen ist eine Wucht. So eigenwillig wie die Zutaten sich anhören wie z.B. Cola und Buttermilch (beides zusammengeschüttet und verrührt sieht echt nicht besonders lecker aus!) und dann noch Marshmallows (ich habe nur bunte bekommen und dabei waren auch noch grüne, so dass die nach dem Schmelzen im Kuchen, dann besonders merkwürdig aussahen und dem Kuchen einen stellenweise grünlichen Touch gaben), doch so wie von Zauberhand verwandelten sich diese Zutaten zu einem  unglaublich lecken Kuchen. Er war  locker und sehr saftig und im Nu verputzt und  niemand hat sich durch die grünen Farbtupfer abschrecken lassen.

 Nach dem tollen Erlebnis habe ich mich an „Himselfs Millionaire’s Shortbread“ gewagt und auch dieses Rezept ist mir gut gelungen Auch diesmal waren die Zutaten für mich etwas Neues, denn mit gesüßter Kondensmilch, Goldsirup und Butter hatte ich bisher noch nie einen Kuchen gebacken, geschweige denn ein Karamell entstehen lassen. Doch wer sich genau ans Rezept hält und die Anweisungen und Anregungen befolgt, kann bald eine aus drei verschiedenen Schichten bestehende kleine Köstlichkeit genießen.

Ich kann nur sagen, vielen Dank Marian Keyes für dieses außergewöhnliche Rezeptbuch und bitte backen Sie weiter und kreieren weiter so besondere Leckereien.

Leseprobe: Glück ist backbar

 

 

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